LITERATURZENTRUM IM FEBRUAR 2017

 

    © Andrea Vollmer
Was uns auf den Nägeln brennt:
Marc Engelhardt (Hrsg.) liest aus Die Flüchtlingsrevolution (Pantheon)

Datum: Mittwoch, 22.2.2017
Zeit:     19.00 Uhr       Eintritt:  € 5,-/erm. 3,-
Ort:       Curiohaus, Rothenbaumchaussee 15 (Räume der GEW) 20148 Hamburg
Kooperation mit umdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V. und der GEW

In ihrem neuen Buch begleiten die WELTREPORTER Menschen rund um den Globus, die ihre Heimat verlassen haben. Die vor Elend, Krieg und dem Verfall ihrer Lebensumstände Fliehenden werden auf der ganzen Welt vieles verändern. Dabei gilt die Definition: Ein Flüchtling ist eine Person, die geht, obwohl sie lieber bleiben würde – zu dieser Erkenntnis kommt man, wenn man die Geschichten liest, die im Buch veröffentlicht wurden. Bis 2015 war Marc Engelhardt Vorsitzender des Korrespondentennetzwerks WELTREPORTER.NET, das aus mehr als 160 Ländern berichtet (u.a. für den Deutschlandfunk, ARD Hörfunk, das Fernsehen und die Nachrichtenagentur epd), Aus allen Winkeln der Erde haben die Korrespondent_innen Schicksale gesammelt und die neue Völkerwanderung zu erfassen versucht. Veränderungen, so ihr Fazit, lassen sich nicht aufhalten, aber gestalten. Konkrete Flüchtlingspolitik wäre heute eine zukunftsfähige Gesellschaftspolitik. Erste erfindungsreiche Beispiele zeigen, wie eine gemeinsame Zukunft aussehen kann.

Moderation: Heidemarie Ott, Diplom-Soziologin

Marc Engelhardt, Jahrgang 1971, arbeitet seit zwölf Jahren als freier Auslandskorrespondent, zunächst aus Nairobi und inzwischen aus Genf. Zuletzt gab er bei Pantheon Völlig utopisch. 17 Beispiele einer besseren Welt (2014) heraus. Die Weltreporter sind das größte Netzwerk freier deutschsprachiger Auslandskorrespondenten. Die 45 Korrespondenten sitzen überall auf der Welt von Athen bis Washington, D.C. Engelhardt ist u.a. Korrespondent bei den Vereinten Nationen.

Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung

 

 

Veranstaltungen des Literaturzentrums im März 2017
 

   ©  F. Reinhold

Hamburger Lesefrühstück:
Andreas Kollender liest aus Von allen guten Geistern (Pendragon)

Datum: Samstag, 11.3.2017     Zeit:      12.00 Uhr     Ort:   Hotel Wedina
Buffet:  ab 11.00 Uhr à € 20,- inkl. Lesung
Wer nur zur Lesung kommt, zahlt Euro 5,-- (Reservierung erforderlich!)

Andreas Kollender hat sich beim Schreiben von dem historischen Ludwig Meyer inspirieren lassen, einem Psychiater, der in Hamburg Mitte des 19. Jahrhunderts das  ‚Irrenanstaltswesen’ revolutionieren wollte. Dabei stieß Meyer auf heftige Widerstände. Auf spannende Weise erzählt Kollender vom Kampf eines mutigen Mediziners für humane Verhältnisse bei der Behandlung geistiger Erkrankungen. Nicht nur für seine Patienten wollte Meyer die Welt besser machen.  „Kollender hat hervorragend erzählte Romane veröffentlicht, die zum Besten gehören, was die deutsche Literatur in den letzten Jahren hervorgebracht hat.“  Sein Roman Kolbe (2015) wurde ein großer Erfolg und erschien in den USA.

Andreas Kollender, geb. 1964 in Duisburg, studierte in Düsseldorf Germanistik und Philosophie. Nebenbei arbeitete er auf dem Bau und in einer Kneipe. Seit 1995 lebt er als freier Autor in Hamburg. Veröffentlichte u.a. die Romane Teori, Der Todfeind, Vor der Wüste.

 

 

 

      © privat
Mischa Kopmann liest
aus seinem Debütroman Aquariumtrinker (Osburg Verlag)

Datum:  Mittwoch, 22.3.2017    Zeit:      19.30 Uhr      Eintritt: € 7,-/4,-   
Ort:       Literaturhaus, Schwanenwik 38

Kopmanns Roman ist eine zwischen Poesie und Wut, Wahn und Wirklichkeit changierende Rache- und Entwicklungsgeschichte, die in soghaftem Tempo auf ein furioses Ende zusteuert. Spihr, geboren 1969, hat sämtliche Brücken hinter sich abgebrochen: Frau und Kinder, seinen Beruf, sogar seine Band. In dieser pophistorisch verhängnisvollen Zeit geht eigentlich alles in die Brüche: Von Elvis’ Heartbreak Hotel bis Bowies Blackstar…

Mischa Kopmann, geb. Ende der sechziger Jahre in einer Kleinstadt in der Südheide, lebt in Hamburg. Um die Milleniumwende gewann er einige Literaturpreise (u.a. den Allegra Kurzgeschichtenpreis und den Walter-Serner-Preis). Dann zog er seine zwei Kinder groß und unterbrach erstmal sein Schreiben. Nach Jahren der Arbeit als freier Autor mit wechselnden Nebenberufen wie Barkeeper oder Langstreckenkurier hat er mit Aquariumtrinker jetzt seinen ersten Roman veröffentlicht.
 

 

 

      © Dennis Gastmann
Dennis Gastmann und sein
Atlas der unentdeckten Länder (rowohlt Berlin)
Lesung mit Filmbeispielen

Datum: Sonntag, 26.3.2017      Zeit:     17.00 Uhr   
Eintritt:  € 12,-/8,- inkl. Tee und Gebäck
Ort:      Schloss Agathenburg, Hauptstraße, Agathenburg bei Stade

Gastmann ist ein „brillanter Beobachter“ (NDR) und lässt uns an seinen wunderbaren  Erlebnissen teilhaben. Es gibt sie noch die ‚weißen Flecken’, die fernen Ausläufer unserer Zivilisation. Jeder Winkel der Erde scheint entdeckt, doch das ist ein Irrtum. Gastmann hat Orte erkundet, die fern, unbekannt oder vergessen, aber in jedem Fall magisch sind: Akhzivland, Karakalpakstan, Ra’s al-Chaima. Kein Weg war Gastmann zu weit, die Hauptsache: Abseits der Touristenpfade.

Dennis Gastmann, geb. 1978, war Autor der Satiresendung „extra 3“, bevor er begann, als Auslandsreporter um den Globus zu reisen. 2011 erschien sein vielgelobter Band Mit 80.000 Fragen um die Welt, danach wanderte er von Deutschland über die Alpen bis nach Italien, um seine Sünden zu büßen (Gang nach Canossa, 2012). In 2014 erschien Geschlossene Gesellschaft, eine abenteuerliche Exkursion in die Welt der Reichen.

 

 

     © Thorsten Wulff
Petra Oelker liest aus
Zwei Schwestern – Eine Geschichte aus unruhiger Zeit – (Rowohlt)

Datum: Mittwoch, 29.3. 2017      Zeit:     19.30 Uhr       Eintritt:  € 7,-/4,-
Ort:       Literaturhaus, Schwanenwik 38  

In ihrem neuen Buch zeichnet Petra Oelker ein faszinierendes Bild der Hamburger Reformationszeit, in der viele Martin Luther und seinem Aufbruch folgten. Auch für die Nonne Reimare Hogenstraat bricht eine neue Zeit an. Ohne Schutz ihres Ordens, ohne den Halt ihrer Gemeinschaft, ohne das Reglement des alten Glaubens ist sie nicht nur hilflos, sondern auch all ihrer Aufgaben beraubt. Sie muss einen neuen Sinn finden. Auch ihre Schwester, die wohlhabende Witwe Anna Bünnfeld, ist gezwungen, eine neue Entscheidung für ihr Leben zu treffen …

Petra Oelker, geb. 1947, arbeitete als Journalistin und Autorin von Sachbüchern und Biografien. Mit Tod am Zollhaus schrieb sie den ersten ihrer erfolgreichen historischen Kriminalromane um die Komödiantin Rosina, neun weitere folgten. Weitere Romane: Der Klosterwald, Die kleine Madonna, Der Tod auf dem Jakobsweg. Zuletzt begeisterte sie mit ihren Büchern Ein Garten mit Elbblick und Das klare Sommerlicht des Nordens und mit ihrem Roman Emmas Reise (2016).

 

Die 11. Debütantenbörse geht an den Start: Bis Ende August 2017 können ab sofort bis zu 7 Seiten Prosa oder Lyrik unter Angabe von Mailadressen, Telefon-Nrn., und/oder mobil-Nrn. an den Vorstand des Literaturzentrums (c/o Literaturhaus Hamburg), Schwanenwik 38, 22087 Hamburg, eingereicht werden. Eine Fachjury wird nach Abgabefrist entscheiden, wer später zu einer Bestenlesung eingeladen wird.

Nicht wenige Teilnehmer_innen der bisherigen Debütantenbörsen haben inzwischen ihren Weg gemacht: Erste Buchveröffentlichungen, Lesungen, Literaturstipendien, Förderpreise der Hansestadt Hamburg,  mediale Aufmerksamkeit.