Unser Programm im April

 

    ©  Andreas Bonné

 

Zu Gast im Hotel Wedina
Hamburger Lesefrühstück
Mirko Bonné liest aus Die Widerspenstigkeit (Karl Rauch Verlag)

Datum:   Samstag, 14.04.18    
Zeit: 12 h  
Ort:  Hotel Wedina
Buffet:    ab 11.00 Uhr à € 20,-- inkl. Lesung  - Anmeldung erforderlich: T. 040. 227 92 03 oder  lit@lit-hamburg.de
Einlass ab 10.45 h
Wer nur zur Lesung kommt zahlt € 6,-

„Von der Erde lernen wir mehr über uns als aus den Büchern. Denn sie leistet uns Widerstand.“ (Antoine de Saint-Exupéry). Die Erzählung von Mirko Bonné ist „ein leises, schönes Buch“ (3sat), ein im Heute angesiedeltes Märchen, das in einer halb realen, halb fiktiven Gegend der Nordsahara spielt.
 „Der Erzähler sucht nach dem, was noch heute wahrhaft ist und wirklich erscheint an Exupérys kleinem Prinzen…“ (3sat).

Mirko Bonné, 1965 geb. in Tegernsee, ist Erzähler, Lyriker und Reisender. Seine Bücher – darunter die Romane Der eiskalte Himmel und Nie mehr Nacht wurden vielfach ausgezeichnet und ins Chinesische, Französische und Englische übersetzt. Selbst übersetzte er u.a. Keats, Stevenson und Yeats ins Deutsche.

 

 

    © Gyöngyi Tasi
Herausragende Debüts
Mareike Fallwickl liest aus Dunkelgrün fast schwarz (Frankfurter Verlagsanstalt)

Datum:  Mittwoch, 18.04.18   
Zeit:   19.30  h  
Ort:   Literaturhaus 
Eintritt: € 7,- / 5,-
Karten unter T. 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

Dieser Roman einer jungen noch unbekannten österreichischen Autorin erzählt eine Geschichte, die es so noch nicht gegeben hat! Der Verlag ist überzeugt: Wir haben es hier mit einer neuen und herausragenden Stimme der Gegenwartsliteratur zu tun, einer Autorin mit einem souveränen Erzählton, einem Roman mit Suchtpotenzial. „Ein österreichisches Debüt, das einschlagen wird wie ein Böller auf einem Blechdach.“ (Puls 4 „Cafe Puls“)

Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Texterin und Lektorin, schreibt für die Salzburger Zeitung eine wöchentliche Kolumne und betreibt seit 2009 einen Literaturblog. Für ihr Debüt erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Bundeskanzleramts Österreich.
 

 

       
© Bernd Hans Martens                                © Birgit Rabisch
Neue Bücher Hamburger Autor_innen
Birgit Rabisch liest aus Putzfrau bei den Beatles (duotincta)
Bernd Martens liest aus Löcher im Netz (Achter-Verlag)

Datum: Sonntag, 22. 04.18  
Zeit: 
17 h  
Eintritt: € 7,-/ 5,-  
Ort:       Literaturhaus
Karten unter T. 040.227 92 03 oder lit@lit-hamburg.de

In der bewegten 68er-Zeit spielten ein paar Hamburger Schüler die Songs ihrer großen Vorbilder, viele viele Jahre später leben sie zusammen. Ihre Villa: Eine Yellow Submarine, mit der sie in die Untiefen des Alters abtauchen. Bei Bernd Martens geht es um die dramatische Geschichte einer Finkenwerder Hochseefischerfamilie, die aus der Sicht des heranwachsenden Sohns erzählt wird.

Birgit Rabisch, geb. in Hamburg, aufgewachsen in Schleswig-Holstein, studierte Soziologie und Germanistik und ist seit Anfang der 90er Jahre Freie Autorin. Seitdem zahlreiche Beiträge in Anthologien und  Buchveröffentlichungen. Ihr Roman Duplik Jonas 7 wurde zum Bestseller und mit dem NRW-Umweltliteraturpreis ausgezeichnet. Er gilt als Standardwerk im Schulunterreicht zum Thema Gentechnologie.
Außerdem:  Sonjas Logbuch, Möglichkeit der Liebe, Unter Markenmenschen und ihre 68er-Trilogie Die vier Liebeszeiten  und Wir kennen uns nicht.

Bernd Martens, aufgewachsen auf Finkenwerder, absolvierte eine Lehre als Maschinenschlosser, fuhr zur See und hat dabei alle fünf Erdteile besucht. Er studierte Maschinenbau an der FHS Flensburg und arbeitete lange als Ingenieur, u.a. in Großbritannien.
Er veröffentlichte Kuzgeschichten, einen Jugendroman, den Roman Fällig bei Liebesbruch, Kurzhörstücke im WDR und Magazin-Beiträge u.a. in der FR und in der TAZ.
 

Unser Programm im Mai

 

  © Kirsten Nijhof                   © Stephan Gabriel

mobiler salon: Jutta Heinrich im Gespräch mit
Dr. Sandra Konrad über ihr Buch Das beherrschte Geschlecht (Piper)

Datum:  Sonntag, 6.5.2018
Zeit:       17.00 Uhr    
Eintritt: € 8,- (Anmeldung erwünscht)
Ort:        Literaturhaus Hamburg

Will sie, was er will ? Und wenn ja, warum? Wie sehen sie aus, die öffentlichen Bilder weiblicher Lust und männlicher Normen ? Passen sich Frauen auch heute den vorherrschenden Wünschen von Männern an, statt die Freiheit mit eigenen Vorstellungen zu füllen?  Für ihr Buch hat Sandra Konrad viele Frauen befragt und dabei die Emanzipationsgeschichte der letzten Jahrzehnte aufbereitet. Ihr Fazit: Es gibt eine große Diskrepanz zwischen den Selbstbildern moderner, junger Frauen und ihrem Verhalten. Die Erzählungen ihrer Interviewpartnerinnen sind sich erschreckend ähnlich, obwohl sie nicht zur selben Generation gehören.
Anlass für Jutta Heinrich, sie zum Gespräch in ihren Salon einzuladen.

Dr. Sandra Konrad ist Sachbuchautorin und Dipl.-Psychologin. Seit 2001 arbeitet sie als systemische Einzel-, Paar- und Familientherapeutin in eigener Praxis. Sie untersucht in ihrer wissenschaftlichen und therapeutischen Arbeit transgenerationale Übertragungen, also den starken Einfluss der Vergangenheit auf die Gegenwart. Bei Piper erschienen auch Das bleibt in der Familie und Liebe machen. Sandra Konrad ist verheiratet und lebt in Hamburg. In ihrem neuen Buch geht es ihr um die Wirkmächtigkeit von Geschlechterrollen und der Männer-und-Frauenbilder in der Öffentlichkeit.

Jutta Heinrich studierte Sozialwissenschaften und Germanistik. Sie veröffentlichte Romane, Erzählungen, Theater- und Kabaretttexte und war u.a. Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin. Ihr bekanntestes Buch Das Geschlecht der Gedanken wurde 2015 bei den S. Fischer Verlagen wiederaufgelegt. Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und Rezensionen befassten sich mit dessen Inhalt aus literarischer und psychologischer Sicht. Es folgten weitere Buchveröffentlichungen, viele Anthologiebeiträge und Arbeiten für den Rundfunk. Sie ist  Mitglied des P.E.N. Für ihre künstlerischen und kulturellen Verdienste um Hamburg verlieh ihr der Senat 2017 die Biermann-Ratjen-Medaille.
 

Mahmood Falaki liest aus seinem Roman  Tödliche Fremde (sujet verlag)
 
Aufmerksam beobachtet Falakis Protagonist Nima, Lehrer an einer Hamburger Schule, sein bewegtes Umfeld. Unfreiwillig wird er dabei mit Ereignissen konfrontiert, in die er hineingezogen wird: Beginnend mit der Ermordung eines Dealers und seiner Affäre mit der Frau seines Freundes. Seit seinem 10. Lebensjahr lebt er in Deutschland, mit dem Land seiner Eltern verbindet ihn nichts. Mit Mitte vierzig aber interessiert ihn deren Herkunftsland, und er reist in den Iran. Was er in einem ihm fremden Land erlebt, ist ein Kulturschock. Auch dort wird er mit Geschehnissen wie Raub, Entführung und der Affäre mit einer Frau konfrontiert und blickt in das wahre Gesicht eines autoritär-religiösen Systems.

Dr. Mahmood Falaki, geb. 1951 im Norden Persiens, studierte Chemie und Bibliothekswissenschaften im Iran. An der Universität Hamburg Germanistik und Iranistik. In der Schah-Zeit wurde er wegen seiner politisch-literarischen Aktivität zu drei Jahren Haft verurteilt. Nach seiner Freilassung konnte er seinen ersten Gedichtband veröffentlichen. 1983 musste er das Land verlassen. Seit 1986 lebt und arbeitet er in Hamburg. Er veröffentlichte Lyrik, Erzählungen und Romane. Zuletzt war er unser Gast mit seinen Kurzgeschichten Ich bin Ausländer und das ist auch gut so.

Datum:   Donnerstag, 17.5.2018 
Zeit:       19.30 Uhr Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:         Literaturhaus Hamburg

 

 

     © Edition Don Quichotte  

Pascal Manoukian liest aus seinem Roman Nachtvögel (sujet verlag)  
Aus dem Französischen von Dorothee Calvillo

Manoukian sagt von sich, es seien seine armenischen Wurzeln, die ihn immer wieder die Finger in die Wunden dieser Zeit legen ließen: Konflikte, Krisenherde und das Los derer, die am falschen Ort zur falschen Zeit zur Welt kamen. Europa 1992. In Villeneuve-le-Roi bei Paris treffen sie aufeinander: Virgil, der in einem LKW-Unterboden aus Moldawien geflohen ist, Chanchal aus Bangladesch und der Somalier Assan, der seine Tochter Iman vor Bürgerkrieg und Unterdrückung zu retten versucht. Sie kommen als Vorhut der vielen, die in den darauffolgenden Jahren Europas Grenzen überwinden werden. Als „Sans-Papiers“ schlagen sich die vier in Frankreich durch, bilden eine Schicksalsgemeinschaft, erleben Misshandlung, Ausbeutung und Verachtung, aber auch Solidarität und Menschlichkeit. Manoukian lädt uns ein, „..einen neuen Blick auf die Immigration zu werfen, auf diejenigen, für die das Exil eine Frage des Überlebens ist.“ (Der Freitag). „Die Geschichte wird auf zutiefst menschliche Weise erzählt, von innen heraus, denn dort findet sich das, was keine Kamera, keine Reportage erfassen kann.“ (Le Figaro littéraire)
Moderation: Julie Müller
Svenja Huckle dolmetscht und liest die deutschen Texte

Pascal Manoukian war Pressefotograf, Journalist und Leiter der Medienagentur Capa. In der 2013 erschienenen Reportagen-Sammlung Le diable au creux de la main verarbeitete er seine Erfahrungen als Reporter in den Konfliktregionen der Welt. Nachtvögel ist sein erster Roman, im Original erschienen unter dem Titel Les échoués, mehrfach preisgekrönt, unter anderem mit dem Prix Première und dem Prix Mieux comprendre l’Europe.

Datum:    Dienstag, 22.5.2018
Zeit:        19.30 Uhr  Eintritt: € 5,-
Anmeldung unter: brigitte.zinke@institutfrancais.de
Ort:         Institut Franҁais de Hambourg, Heimhuder Str. 55
Kooperation mit dem Institut Franҁais de Hambourg, dem bureau du livre und dem sujet verlag

 

 

     © Fred Filkorn

Nell Zink liest aus ihrem Roman Nikotin (Rowohlt)
Dreizehn Jahre lang lebt die US-amerikanische Autorin Nell Zink in Tübingen, um dort zu promovieren. Geschrieben hatte sie schon lange, veröffentlicht hat sie erst Jahre später. Erst mit 50 hatte sie Erfolg, entdeckt hat sie Jonathan Franzen. Mit ihrem Debüt Mauerläufer wurde sie blitzartig bekannt. Seit 2013 lebt sie in der brandenburgischen Kleinstadt Bad Belzig und hat nicht vor, in die USA zurückzukehren. Im Zentrum ihres neuen Romans steht eine anarchische Hausbesetzer-WG in Jersey City, die im raucherfeindlichen Amerika ausgerechnet ihr Hang zum Nikotin verbindet. Nell Zink hat eine witzige, kluge und böse Satire über die US-amerikanische Gegenwart geschrieben.
Alexander Häusser moderiert und liest

Nell Zink, geb. 1964 in Kalifornien, wuchs im ländlichen Virginia auf. Sie studierte am College of William and Mary Philosophie und promovierte später im Fach Medienwissenschaft an der Universität in Tübingen. Heute lebt sie in einer Kleinstadt südlich von Berlin. Der Mauerläufer galt als das interessanteste Debüt in 2016. „ … ihre Sätze und Geschichten sind so stark und überzeugend, dass man sich ihnen nicht entziehen kann.“ (Jonathan Franzen)

Datum:  Donnerstag, 24.5.2018
Zeit:      19.30 Uhr   Eintritt: € 7,-/ 5,-
Ort:       Literaturhaus Hamburg

Karten unter T. 040-227 92 03 oder 040. 207 69 037 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de