Unser Programm im September

     © Philipp Wente

Hamburger Lesefrühstück
Lucas Vogelsang liest aus Heimaterde – Eine Weltreise durch Deutschland

Datum:  Samstag, 9.9.2017  
Zeit:      12.30 Uhr   Ort: Hotel Wedina
Buffet:  ab 11.30 Uhr à € 20,- inkl. Lesung. Anmeldung unter: 040.227 92 03

Zum Thema Heimat hat Vogelsang sehr verschiedene Personen befragt und ist quer durch Deutschland gereist. Empathisch spürt er den Biografien von Migranten nach: Er traf Vietnamesen, die Zuwanderern Deutsch beibringen, Türken, die auf ihre Mittagsruhe pochen, Iraner, die ihre Gartenzwerge bemalen und sieht sein Buch auch für uns, die wir gerade selbst nicht wissen, wo es hingeht.
 

 

 

    © Francesco Gattoni

Französisch-Deutsche Lesung
Louis-Philippe Dalembert liest aus
Die Götter reisen in der Nacht

Aus dem Französischen von Bernadette Ott

Datum:  Mittwoch, 13.9.2017
Zeit:      19.30 Uhr    Eintritt: € 7,-/4,-
Ort:        Literaturhaus   

Der 1962 in Port-au-Prince geborene Weltreisende Dalembert umkreist in seiner Literatur drei große Themen: Das Aufwachsen in einer Diktatur, seine strenge christliche Erziehung, das ‚Vagabundieren’ durch die Welt. Sein Roman ist eine Erinnerungsreise nach Haiti, wo der Voodoo-Glaube bis heute von Bedeutung ist.
Peter Trier dolmetscht und moderiert
Thomas Plaichinger liest den deutschen Text

 

 

     © Jutta Schwöbel

Sabine Peters liest aus  Alles Verwandte

Datum:  Sonntag, 17.9.2017
Zeit:      17.00 Uhr   Eintritt: € 7,-/4,- 
Ort:       Literaturhaus  

Was Sabine Peters beim Schreiben interessiert, ist die Vermischung von Erlebtem und Erfundenem. Ihr Roman handelt von einer langen Frauenfreundschaft, einer Nähe, die Jahrzehnte überdauert. Wie beiläufig thematisiert sie dabei brennende Fragen unserer Gegenwart.

 

 

    © Paco Knoeller

Marina Achenbach liest aus  Ein Krokodil für Zagreb

Datum:  Donnerstag, 21.9.2017
Zeit:       19.30 Uhr        Eintritt: € 7,-/4,-
Ort:        Literaturhaus

Mit dem wundersamen Erzählstrom der Eltern aufgewachsen erzählt Achenbach voll „schlichter Eleganz“ (ND) die Geschichte ihrer Familie. Der unbeugsamen Mutter wollte sie ein Denkmal setzen. Als junge Journalistin lernte Seka 1938 den deutschen Emigranten Ado von Achenbach und sein exzentrisches Haustier kennen. Mit ihrem bezwingenden Familienporträt vergegenwärtigt Achenbach zugleich Bruchstücke der eigenen Kindheit und skizziert ihre aktuelle Gefühlslage.

 

 

Debütantenbörse 11

 

Für Schreibanfänger und –anfängerinnen aus Hamburg und Umgebung

 

Bis zu 7 Seiten Lyrik oder Prosa können unter Angabe der E-Mail-Adressen und Telefon-Nummern bis Ende September 2017 eingesandt werden

 

 

„Zu schreiben kann erst beginnen, wem die Realität nicht mehr selbstverständlich ist.“ (Christa Wolf). Bei der Debütantenbörse geht es um eine Auswahl von Talenten und um das Erlernen, über eigene und fremde literarische Formen diskutieren zu können. Ebenso um Selbsteinschätzung, Vertiefung und Ortung der Schreibhaltung, um die Entdeckung der Worte, die die Welt bedeuten. 

 

„Die Freiheit der Phantasie ist keine Flucht in das Unwirkliche; sie ist Kühnheit und Erfindung.“ (Eugène Ionesco).

 

Ein Team aus Prosa-, Theater-, Drehbuchautor_innen und einer Kritikerin, das mit allen Wörtern gewaschen ist, die Tücken der Veröffentlichung kennt und ein Gespür für verborgene Talente besitzt, wird ab September 2017 Texte auswählen, über die später im Rahmen einer öffentlichen Lesung gesprochen wird.  

 

Hat der schreibende Mensch Grund zur Klage, fragte sich Frank Keil in der WELT vom 9.02.05 angesichts der 1. Debütantenbörse und beantwortete die Frage mit Nein. „Wohl selten gab es in unserer Stadt so viele Möglichkeiten, frisch Gedichtetes unter das noch ahnungslose Volk zu bringen … eines allerdings fehlte bisher im Reigen dieser und anderer Veranstaltungen: Ein Abend, an dem das Vorgestellte einer erkennbaren Kritik unterzogen wird ...“.

 

Viele Schreibanfänger und –anfängerinnen aus Hamburg und Umgebung haben sich schon an unseren  Debütantenbörsen beteiligt, einige wurden zu  unseren BestenLesungen ins Literaturhaus eingeladen und feiern inzwischen erste Erfolge: u.a. Förderpreisträger für Literatur der Kulturbehörde Hamburg, Buchveröffentlichungen oder in Anthologien (u.a. im Hamburger Ziegel, bei asphalt & anders, bei Hanser Verlag, u.a.), Theateraufführungen,  Studienplätze am Literaturinstitut in Leipzig, Einladungen zu Lesungen oder Poetry Slams.      

 

Susan Sontag hat stets die Notwendigkeit des Lesens und des Schreibens als eine  Möglichkeit, ganz Mensch zu sein verteidigt. Mit der Debütantenbörse verfolgen wir eines unserer Ziele, das Lesen und literarische Schreiben zu fördern. Die 11. Debütantenbörse ging ab März an den Start. 7 Seiten Prosa oder Lyrik können eingereicht werden an: 

 

Vorstand des Literaturzentrums, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg unter Angabe von E-Mail-Adressen und Telefon-Nummern.  Einsendeschluss:  Ende September 2017.