LITERATURZENTRUM IM JULI 2016

            ©Larissa Bender und © Ahamad Kattab 

Flucht. Davor.Danach
 

Datum:     Montag, 11.7.    Zeit: 19.30 Uhr      Eintritt:     € 4,--
Ort:           W 3 , Nernstweg 32-34, Altona  
Kooperation mit literatur altonale und der Werkstatt 3

Berzan Kejo und Rosa Yassin Hassan sind aus politischen Gründen aus Syrien geflohen. Sie geben in ihrer Literatur Auskunft über Hintergründe, Entscheidungen und Neuanfänge, die eine Flucht mit sich bringt. Kejos Erstling „Ro Jin – Sonne des Lebens“ erzählt die Geschichte des syrischen Kurden Dilo, der nach Paris flieht. Der Weg ist weit. Es erwarten Dilo Versuchungen und Anfeindungen, Freundschaft und Verrat, Gewalt und Liebe und viele neue Fragen. Eines verliert er auf seinem Weg jedoch nicht: den Wunsch nach einem freien, selbstbestimmten Leben unter Gleichen, ohne Vorurteile und Repression. Im Zentrum von Rosa Yassin Hassans Roman Wächter der Lüfte steht die junge Syrerin Anat Ismail, die als Dolmetscherin für Flüchtlinge arbeitet. Sie ist nicht nur Schnittstelle zahlreicher individueller Leidensgeschichten von Flüchtlingen. Neben ihren eigenen schwierigen Lebensumständen wird sie Zeugin von Schicksalsschlägen ihr nahe stehender Personen. Dabei begegnet sie Menschen, die verfolgt und gebrochen wurden.

Lesung deutscher Text: Jutta Heinrich, Mitglied des PEN

Rosa Yassin Hassan, geboren 1974, in Damaskus, studierte zunächst Architektur. Heute arbeitet sie vor allem als Literaturkritikerin für verschiedene arabische Zeitungen. Sie ist Gründungsmitglied des syrischen Vereins Frauen für Demokratie und hat mehrere Erzählungen und Romane veröffentlicht. Ihr Roman Ebenholz erschien im Alawi Verlag. In Syrien wird Rosa Yassin Hassan wegen ihrer literarischen und journalistischen Arbeit und ihres Einsatzes für Menschenrechte und Demokratie verfolgt. Sie selbst sagt, sie habe die drei Tabus der arabischen Welt verletzt: Politik, Religion, Sexualität.  Lange Zeit berichtete sie auch in deutschen Medien (u.a. der FAZ) über den Alltag der Menschen in Syrien. Ende 2012 flüchtete sie mit ihrem Mann und ihrem zehnjährigen Sohn nach Deutschland.   Sie war zunächst Stipendiatin der Heinrich-Böll-Stiftung, danach Gast der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Seit 2015 Mitglied des deutschen PEN. Rosa Yassin Hassan kann nicht zurück nach Syrien, denn dort wird nach ihr gesucht. 2013  erhielt sie den Coburger Rückert-Preis.

Berzan Kejo, wurde als Sohn kurdischer Eltern in Quamischlo, Syrien, geboren. Seit seiner Flucht lebt er in Deutschland. Er ist Maler, Bildhauer, Designer und Filmemacher. RO  JÎN  Sonne des Lebens ist sein erster Roman.  

 

Die Arbeit des Literaturzentrums wird gefördert von der Kulturbehörde und der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg

Sie erreichen das Literaturhaus Hamburg mit der U3 bis Uhlandstraße oder mit den Buslinien: Metrobus 6, Bus 172, Bus 173 oder Schnellbus 37 bis Haltestelle Mundsburger Brücke

Literaturzentrum Hamburg
Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Internet: www.lit-hamburg.de

Ort – soweit nicht anders vermerkt –
Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38