LITERATURZENTRUM IM NOVEMBER 2016

      

   

 

Literaturzentrum zu Gast im Hotel Wedina
Hamburger LeseFrühstück: Milosz Matuschek liest aus  Das romantische Manifest

Schluss mit der Suche nach der perfekten Liebe

 

Datum:   Samstag, 26.11.2016        Zeit:        12.00 Uhr         
Buffet:    
ab 11.00 Uhr à € 20,- inkl. Eintritt zur Lesung
Anmeldung erforderlich!
Kartentelefon: 040.227 92 03 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de
Ort: Hotel Wedina, Gurlittstraße 23, St. Georg

Wir sollten Schluss machen mit der Suche nach der perfekten Liebe: „Was in der Sprache der Romantik die oder der ‚Richtige’ war, ist heute der oder die ‚Optimale’ (Die Welt). In seinem Manifest plädiert der Dating-Experte Matuschek für eine zweckfreie Liebe, die ohne jedes Kalkül und Passgenauigkeit auskommt. Seitdem er sich im Netz auf Partnersuche begab, ist er überzeugt: Der Markt bestimmt die Liebe.  „Die moderne Art zu lieben beruht auf einem Widerspruch: Obwohl wir immer geplanter, effizienter und kalkulierter an die Partnersuche herangehen, verlieben wir uns seltener, wechseln die Partner häufiger als früher, heiraten später, trennen uns öfter und leben so zahlreich alleine wie noch nie.“ (Matuschek)

Milosz Matuschek, geb. 1980 in Polen, hatte während eines zweijährigen Selbstversuchs Kontakt mit über 2000 Frauen auf Onlinedatingbörsen und ist heute ein Kritiker der Liebesanbahnung über das Internet. Über seine Erlebnisse berichtet er in Büchern wie Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle, Piper, 2012, Mitautor, in Beiträgen für Zeitungen und Zeitschriften (u.a. WELT, Focus; Cicero Online) und in seinem Blog (lovenomics.de). Er ist promovierter Jurist und unterrichtet an der Pariser Sorbonne und forscht über Recht und Verhaltensökonomie. Er lebt in Paris und Berlin.

 

 

Veranstaltungen im Dezember 2016 und Januar 2017
 

   
Hamburger Lesefrühstück: Klaus Bittermann liest aus Sid Schlebrowskis kurzer Sommer der Anarchie und seine Suche nach dem Glück – ein Ausreißerroman – (EDITION TIAMAT)

´Datum: Samstag, 10.12.2016  
Zeit
:      12.00 Uhr         Ort:   Hotel Wedina, Gurlittstr. 23, St. Georg
Buffet: € 20,- inkl. Lesung  (Anmeldung erforderlich)
Kartentelefon: 040.227 92 03  oder Mailto: lit@lit-hamburg.de

Der Berliner Verleger und Autor Klaus Bittermann liest aus seiner „temporeichen und berührenden Geschichte eines Roadtrips zweier Teenager“ (der Freitag), die sich einreiht in die vielen schönen Ausreißergeschichten von ‚Tom Sawyer’ bis ‚Tschick’. 35 Jahre hat Bittermann eine Zeitungsnotiz aufgehoben und dazu einen Roman geschrieben über ein jugendliches Paar, das auf ‚großem Fuß’ lebt, wie die Raben klaut, in den Tag hineinlebt, dann auseinandergerissen wird und sich dreizehn Jahre lang sucht…  „ Ein charmanter, leichter und luftiger Roman, ein Roadmovie durch eine Zeit, als es noch keine Handys gab…“ (Robert Seethaler)
Moderation:  Alexander Häusser

Klaus Bittermann ist eine „Verlegerlegende“ (Tagesspiegel), gilt aber auch laut Niels Ruf als „legendärer Underground-Verleger“, der sehr gemütlich zwischen deckenhohen Regalen voller Bücher wohnt. Seit das  Buch  111 Berliner, die man kennen lernen sollte erschienen ist, gilt er als einer von 111 Berlinern, die man kennen sollte. Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen hier nun sein erster, dreimal umgeschriebener Roman. Für sein Schaffen erhielt er u.a. den renommierten Viva-Maria-Preis.

 

 

    © Tine Poppe
Lesung Ingvar Ambjørnsen aus seinem Roman
Aus dem Feuer (Edition Nautilus)

Datum:  Donnerstag, 15.12.2016
Zeit:      19.30 Uhr    Eintritt: € 7,-/ 4,-
Ort:       Literaturhaus, Schwanenwik 38
Karten unter  Telefon 040.227 92 03 oder mailto: lit@lit-hamburg.de

Ein Buch über die Flucht eines norwegischen Krimiautors vor Fans, Presse und dem eigenen Leben. Kurz vor der Buchpräsentation seines neuen Kriminalromans schlägt Bestsellerautor Alexander Irgens mit seiner Geliebten einen aufdringlichen Fan  zusammen.  Danach zieht sich Irgens aus der Öffentlichkeit zurück und reist an die Orte seiner Vergangenheit: Durch Norwegen und nach Island. Er erinnert sich an den Beginn seiner großen Liebe an der norwegischen Südküste, an seine Zeit als Kriminalreporter, an den Tod seiner Tochter. Ambjörnsen lässt diese episodenhaften Erinnerungen um Scham und Schuld von beeindruckenden Naturbeschreibungen begleiten. Gleichzeitig spart er nicht mit satirischen Seitenhieben auf den norwegischen Literaturbetrieb und porträtiert einen Mann, der nicht nur Krimis schreibt, sondern dessen eigenes Leben immer mehr zu einem wird.
Deutsche Lesung und Moderation: Gabriele Haefs

Ingvar Ambjørnsen, geb. 1956 in Tonsberg, wuchs in Larvik auf. Nicht vollendete Gärtnerlehre und mancherlei Jobs in Industrie und Psychiatrie. Erste Buchveröffentlichung 1981, seitdem zahlreiche Romane. Welterfolg mit den Elling-Romanen und der preisgekrönten, oscarnominierten Verfilmung von Peter Naess. Seit 1985 lebt Ambjørnsen in Hamburg. Bei Nautilus erschienen u.a. Weisse Nigger und zuletzt die Romane Die Nacht träumt vom Tag und Den Oridongo hinauf. 2012 wurde er mit dem Willy-Brandt-Preis ausgezeichnet.

 

 

    © Gunter Glücklich
Kathrin Schmidt liest aus Kapoks Schwestern (Kiepenheuer & Witsch)

Datum: Mittwoch, 11.1.2017
Zeit:      19.30 Uhr       Eintritt: € 7,-/4,-   
Ort:       Literaturhaus, Schwanenwik 38   
Karten unter Telefon 040.227 92 03 oder mailto: lit@lit-hamburg.de

In ihrem Familien- und Deutschlandroman erzählt Kathrin Schmidt, wie man wurde, was man ist und Deutschland das wurde, was es plötzlich ist. „ …. Kapoks Schwestern ist ein hyperrealistisches Bild des Alltags im entideologisierten Nachmauerdeutschland’ (Die Welt). Schmidt erzählt eine große Geschichte aus kleinen Verhältnissen und führt uns in abgelegene Gegenden, vergangene Zeiten und in die deutsche und europäische Gegenwart. Ihre Texte sind oft Anamnesen, Rück- oder Neueroberungen von Lebensläufen. Dabei greift sie weit in die Tiefenschichten der deutschen Vergangenheit aus. ‚Kapoks Schwestern’ handelt auch vom verborgenen Leben der Juden in der DDR, die ihr Judentum in der Regel nicht thematisierten. 
Moderation: Carola Ebeling  

Kathrin Schmidt, geb. 1958 in Gotha, arbeitete als Dipl.-Psychologin, Redakteurin und Sozialwissenschaftlerin. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Preise (für ihren Roman Du stirbst nicht 2009 den Deutschen Buchpreis), u.a. den Leonce-und-Lena-Preis, den Förderpreis des Heimito-von-Doderer-Preises und 1998 den Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Sie veröffentlichte auch Gedichte und Erzählungen.

 

 

    © Yves Noir
Yoko Tawada liest aus akzentfrei und Ein Balkonplatz für flüchtige Abende (konkursbuch)

Datum:  Donnerstag, 19.1.2017
Zeit:      19.30 Uhr         Eintritt: €  7,-/4,-  
Ort:       Literaturhaus, Schwanenwik 38   
Karten unter  Telefon 040.227 92 03 oder mailto: lit@lit-hamburg.de

Yoko Tawada ist eine stille Reisende zwischen den Welten und Kulturen. Im November 2016 wird sie in Berlin mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Für ihre Sprach- und Erzählkunst erhielt sie den wichtigsten japanischen Literaturpreis Akutagawa-Sho-Preis, den Lessingsförderpreis, den Chamissopreis, die Goethemedaille und 2015 die Gastprofessur für Interkulturelle Poetik in Hamburg. Yoko Tawada „… beschreibt die Welt so, wie sie aussähe, könnte man gleichzeitig träumen und hellwach sein…“ (taz). Immer wieder nimmt sie uns mit auf ihre ‚imaginären Reisen’. Ein wiederkehrendes Motiv in ihren Werken ist die Verwandlung: Sei es auf  sprachlicher Ebene, sei es die Metamorphose zu einem anderen Wesen. 
Moderation:  Jana Halamickova

Yoko Tawada, geb. 1960 in Tokio. Nach ihrem Studium der Literaturwissenschaft reiste sie als 19-Jährige alleine mit der transsibirischen Eisenbahn nach Europa. In Wo Europa anfängt beschreibt sie diese Reise quer durch den eurasischen Kontinent und die Begegnungen mit Menschen und Mythen. Seit 1982 lebt sie in Deutschland. Zeitweilig in Zürich, wo sie promovierte. Sie hat in Hamburg studiert und lebt jetzt in Berlin. Ihre Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke verfasst sie auf Japanisch und auf Deutsch. 

 

 

   © Arne Rautenberg         © Herbert Hindringer
Hamburger Teatime-Lesung:
Sylvia Geist liest aus Gordisches Paradies (Hanser Berlin)
Herbert Hindringer liest aus Distanzschule (yedermann), Nähekurs (FIXPOETRY Verlag)
und neue Gedichte

Datum:   Sonntag, 29.1.2017  
Zeit:       17.00 Uhr     Eintritt: € 7,-/4,-
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38
Karten unter  Telefon 040.227 92 03 oder mailto: lit@lit-hamburg.de

Sylvia Geist entfaltet eine beeindruckende Musikalität. In hoher Intensität erzählen ihre Gedichte vom Suchen, Verlieren und Wiederfinden der Liebe zum Leben.  Politische Lyrik schien ausgestorben, weshalb die ZEIT die Serie Politik und Lyrik erfand und ein paar Lyriker zum Schreiben einlud.: u.a. Nora Bossong, Hendrik Rost, Marion Poschmann und Herbert Hindringer. Er schreibt „ … Poesie mit Hintergrund. Bisweilen absurd, ehrlich, manchmal verzweifelt und mit Blick fürs Detail, die kleinen großen Gefühle.“ (SZ).

Sylvia Geist, geb. 1963 in Berlin, veröffentlichte Gedichtbände und Prosa. Sie hat u.a. Gedichte von John Ashbery, Peter Gizzi und Chirikure Chirikure übersetzt. Sie wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Lyrikpreis Meran und der Adolf-Mejstrik-Ehrengabe der Deutschen Schilllerstiftung.

Herbert Hindringer, geb. 1974 in Passau. Seit Silvester 2005 lebt er in Hamburg. Diverse Einzelveröffentlichungen und einzelne Gedichte in der ZEIT, im Hamburger Ziegel und dem Jahrbuch der Lyrik.