Unser Programm im April

 

    © F. Reinhold

Andreas Kollender liest aus Libertys Lächeln (Pendragon Verlag)

Datum:   Donnerstag, 25.4.19
Zeit:       19.30 Uhr       
Eintritt:  
€ 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus
 
Nach dem Scheitern der 1848er Revolution wurde Carl Schurz durch die Befreiung eines Freundes aus einem Berliner Gefängnis weltberühmt. In Amerika befreundete er sich mit Abraham Lincoln und kämpfte an dessen Seite für die Abschaffung der Sklaverei. „In der leisen Sprache der Liebe, der donnernden des Krieges und der zwiespältigen Politik“ (Pendragon) entführt uns Kollender in eine Welt radikaler Umbrüche.

Andreas Kollender, geb. in Duisburg, Studium der Germanistik und Philosophie. Seit 1995 lebt er als Autor in Hamburg. 2004 wurde er mit dem Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. 2015 erschien sein Roman Kolbe, der 2017 als Übersetzung erfolgreich in den USA und in weiteren Ländern veröffentlicht wurde.

 

 

Unser Programm im Mai 2019
 

 

 

    © Amac Garbe  
Ines Geipel liest aus Umkämpfte Zone - Mein Bruder, der Osten und der Hass - (Klett-Cotta)

Datum:  Donnerstag, 9.5.2019   
Zeit:       19.30 Uhr           
Eintritt: € 7,-/5,-  
Ort:        Literaturhaus

Woher kommt die große Wut im Osten? Ines Geipel sucht Antworten auf das Warum der Radikalisierung, ohne die aktuell bestimmende Opfererzählung nach 1989 zu bedienen. Unser Land habe sich seit 2015 stark verändert, über allem steht bei ihr die Frage: Verlieren wir den Osten? In ihrem neuen Buch erzählt sie von den Schweigegeboten nach der NS-Zeit, der verfälschenden Deutung historischer Ereignisse in der DDR und den politischen Umschreibungen nach der deutschen Einheit.  Anhand der eigenen Familiengeschichte schreibt sie über Verdrängung und Verleugnung, die die Gesellschaft bis ins Private hinein prägt. Dabei verknüpft sie die politische Geschichte mit ihrer eigenen.  

Ines Geipel, geboren 1960, ist Schriftstellerin und Professorin für Verskunst an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Die ehemalige Weltklasse-Sprinterin floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium in Jena nach Westdeutschland und studierte in Darmstadt Philosophie und Soziologie. Sie lebt in Berlin und hat vielfach zu Themen der Geschichte des Ostens publiziert
 

 

    
Lesung und Gespräch
Anke Gebert stellt ihr Drehbuch und ihren neuen Roman Aussortiert: Kind 351 (Tredition) vor

Datum:  Sonntag, 12.5.2019 
Zeit        
17.00 Uhr            
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Mitte der 90er Jahre begegnete Anke Gebert einem Mann, der das dringende Bedürfnis hatte, ihr seine Leidensgeschichte anzuvertrauen. Sie war die erste Person, der er von seiner Kindheit und Jugend in einem katholischen Kinderheim erzählte.  Lange Zeit hatte er seine Erlebnisse erfolgreich verdrängt und anderen gegenüber immer verschwiegen. Jahrzehntelang funktionierte er gut im Alltag, bis es ihm irgendwann nicht mehr gelang. Vielen Betroffenen geht es ähnlich, manche werden krank oder können nicht mehr schlafen, bis sie eines Tages reden. Meistens ist der Auslöser ein aktuelles unerträgliches Ereignis. Tief berührt von dieser Geschichte schrieb Anke Gebert ein Drehbuch, für das sie viele Preise gewann, u.a. den Creative Vision-Förderpreis 2016. In der Jurybegründung hieß es, sie habe es mit ihrem Drehbuch geschafft, einen Teil unbekannter deutscher Geschichte zu erzählen und dies mit einem emotionalen Beziehungsdrama zu verbinden. Aus dem Drehbuch wurde schließlich ein Roman.

Anke Gebert studierte u. a. am „Deutschen Institut für Literatur“ in Leipzig. Sie arbeitete in verschiedenen Berufen, bevor sie in Hamburg an der Master School Film ein Drehbuch-Studium absolvierte. Seit einigen Jahren ist sie freie Autorin von Romanen, erzählenden Sachbüchern und Drehbüchern und gibt Seminare für fiktives und autobiografisches Schreiben. Für ihre Arbeiten erhielt sie diverse Preise.                   

 

 

            © Uta Hansen-Denkel
Lyrik zur Teatime
Peter Engel liest aus seinem Gedichtband Unter der schwarzen weiße Schift  (Hammer + Veilchen)
Wolfgang Denkel liest aus seinem Gedichtband Schulterblatt (Hammer + Veilchen)
Anschließend Vorstellung der Literaturzeitschrift   

Datum   Sonntag, 19.5.2019
Zeit        17.00 Uhr            
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Günther Emig und Peter Engel gründeten 2014 die Online-Literaturzeitschrift Verlag Hammer + Veilchen, die vor allem Lyrik und  Kurzprosa veröffentlicht. Die vierteljährlich erscheinenden digitalen Ausgaben werden jahrgangsweise zu Jahrbüchern zusammengefasst.

Peter Engel, geb. 1940, Studium der Germanistik und Anglistik in Hamburg und Heidelberg. Er war jahrelang Kulturredakteur einer Nachrichtenagentur. Danach freier Autor und Kunstkritiker. Er veröffentlichte Lyrik, Kurzprosa und Buchbesprechungen.

Wolfgang Denkel, geb. 1958, ist bildender Künstler und Autor. Er studierte Germanistik und Philosophie. Seine Prosa erschien im
 Droschl Verlag.
 

 

    © Havanna Skriva
Leipziger Buchpreis 2019
Anke Stelling liest aus ihrem Roman Schäfchen im Trockenen (Verbrecher Verlag)

Datum: Donnerstag, 23.5.2019
Zeit        19.30 Uhr    
Eintritt: 
€ 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Die Kritiker_innen sind begeistert von Anke Stellings neuem Buch: „Alltagsprosa, wütend, witzig, wunderbar erzählt“ (WDR). Einen solchen Roman gäbe es viel zu selten in der deutschen Gegenwartsliteratur so die SZ: „… wütend, intensiv, ein Schlag in die Magengrube aller naiven Freunde der Mittelklasse, böse, witzig, getragen vom Willen zur soziologischen Genauigkeit“.
„Darüber hinaus hat Anke Stelling ein feines Gespür für die Massivität der feinen Unterschiede.“ (taz).
In ihrem Roman einer Aufsteigerin „ … werden die starken Affekte – Wut, Zorn, Stolz – literarisch produktiv. Im Rückblick auf verlorene Illusionen entsteht eine verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart.“ (so die Jury des Leipziger Buchpreises).

Anke Stelling, geb. 1971 in Ulm, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig,  2004 wurde ihr gem. mit Robby Dannenberg verfasster Roman Gisela verfilmt, danach veröffentlichte sie Erzählungen und Romane. Mit ihrem Roman Bodentiefe Fenster stand sie 2015 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.
 

Debütantenbörse 12
Bei der Debütantenbörse geht es nicht allein um die Auswahl von Talenten, sondern vorrangig um die Entdeckung der Worte, die die Welt bedeuten. „Ich habe mir nie vorgenommen, zu schreiben. Ich habe damit angefangen, als ich mir nicht anders zu helfen wusste.“ Herta Müller Ein Team aus Prosa-, Theater-, Drehbuchautor_innen und einer Kritikerin, das mit allen Wörtern gewaschen ist, die Tücken der Veröffentlichung kennt und ein Gespür für verborgene Talente besitzt, wird ab Texte auswählen,  die im Rahmen einer öffentlichen Lesung diskutiert werden. Viele Schreibanfänger und –anfängerinnen aus Hamburg und Umgebung haben sich schon an unseren Debütantenbörsen beteiligt und einige haben inzwischen veröffentlicht. Ab sofort können bis Ende September Texte bei uns eingereicht werden: Romanauszüge, Kurzprosa, Lyrik - bis zu 7 Seiten. Bitte per Post, unter Angabe von E-Mail-Adressen und Telefonnummern, an: Vorstand des Literaturzentrums im Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg