Unser Programm im November

  © Stephan Gabriel
LIT. Junge Köpfe: Überfall der Wörter aus den Schreibwerkstätten

Datum:   Sonntag, 25.11.2018     
Zeit
: 17.00 Uhr    
Eintritt:   
€ 5,-- (Kinder u. Jugendliche Eintritt frei)
Ort:         Literaturhaus, Schwanenwik 38  

Jedes Jahr begeistern sich Schüler und Schülerinnen für das Schreibprojekt LIT. Junge Köpfe. Am Ende eines Jahres lesen einige ihre besten Texte, die in Schreib- und Fantasiewerkstätten (Leitung:  Jutta Heinrich) entstanden und für eine Lesung ausgewählt wurden. Manchmal werden Themen vorgegeben, oft ist die Wahl auch frei.  Begonnen hat alles mit dem Jahr der Künste und der Jungsförderung Mord an einem Hund. Es folgten Atlantropa/Das Hamburger Gerücht, Märchen von heute, die morgen erzählt werden, Als die Vögel vom Himmel fielen, Aufstand der Dinge, Der frühe Vogel kann mich mal, Die Verwandlung, Wie ich werde, was ich bin, Empört Euch!

Diesmal dabei:
Gymnasium Altona
Friedrich-Ebert-Gymnasium
Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer
Gymnasium Klosterschule

Und einige Erwachsene aus verschiedenen Workshops

Moderation: Jutta Heinrich
2017 wurde Jutta Heinrich vom Senat für ihre künstlerischen und kulturellen Verdienste um Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet.

Musik: Janina Dunklau

Jutta Heinrich, Dipl.-Sozialpädagogin, Zweitstudium der Literaturwissenschaften und Germanistik an der Universität Hamburg. Seit 1975 freie Schriftstellerin. Sie veröffentlichte Romane, Theatertexte, Kurzprosa, Essays und schrieb viele Beiträge für den Rundfunk. Ihre Arbeiten wurden mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. Mitglied des  P.E.N.  Seit 2000 vermehrt Lehrtätigkeiten: u.a. Gastprofessur für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, Leiterin eines interkulturellen Theaterprojekts in Augsburg. Initiatorin des Schreibprojekts LIT. Junge Köpfe.

Förderer: BUDNI und die Behörde für Schule und Berufsbildung

               

 

 

 

Dezember 2018 und Januar 2019

 

    © Ali Salehi Yavani
Jasmin Ramadan liest aus Hotel Jasmin (Tropen Verlag)

Datum:  Sonntag, 2. Dezember 2018
Zeit:       17.00 Uhr Eintritt: € 12,--/8,-- + Tee u. Gebäck
Ort:        Schloss Agathenburg
Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Agathenburg
Karten unter T. 04141.64011 oder 040.227 92 03
Email: info@schlossagathenburg.de
www.schlossagathenburg.de

Fatih Akin verfilmte Jasmin Ramadans Debüt Soul kitchen. Für beide wurde es ein großer Erfolg. „Mit meinem Nachnamen“, sagt Ramadan, „gelte ich nie als so richtig deutsche Schriftstellerin, obwohl ich kein Arabisch spreche und keine Ahnung vom Islam habe“. Mit einem scharfen Blick betrachtet Ramadan unsere Gegenwart und beschreibt die Selbstfindung einer Mutter in einer zunehmend rassistischen Gesellschaft.

Jasmin Ramadan, geb. 1974, Tochter einer Deutschen und eines Ägypters, lebt in Hamburg. Mit ihrem Debüt Soul Kitchen gelang ihr 2009 ein Überraschungserfolg. Für ihren Roman Das Schwein unter den Fischen erhielt sie 2012 einen der begehrten Hamburger Literaturförderpreise der Behörde für Kultur und Medien. 2014 veröffentlichte sie Kapitalismus und Hautkrankheiten.

 

Doris Gercke liest aus Frisches Blut (ariadne/Argument Verlag)
Deutsche Geschichten

Datum:   Sonntag, 9. Dezember 2018
Zeit:       17.00 Uhr  
Eintritt:   
€ 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus  
In ihrem neuen Buch beschreibt Doris Gercke ganz normale Verhältnisse und erzählt von Handlungen, Zufällen und Irrfahrten Einzelner. Pointierte Krimi-Miniaturen für alle, die den finsteren Realismus einer erfahrenen Erzählerin zu schätzen wissen. Doris Gercke entführt uns in die Wirklichkeit von Ermittlern, Opfern und Tätern, Randständigen und Outlaws aller Couleur.

Doris Gercke gehört zu den profiliertesten Krimiautorinnen. Als Erfinderin der unkonventionellen und berühmt gewordenen Figur Bella Block schrieb sie Literaturgeschichte. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane und ist seit den 80er Jahren eine der bekanntesten Vertreterinnen der politischen Kriminalliteratur.
 

 

Marco Carini liest aus Blutsgeschwister (Konkret Literatur Verlag)

Datum:   Donnerstag, 10. Januar 2019
Zeit:       19.30 Uhr   
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:         Literaturhaus
Marco Carini erzählt von vier Freunden, die sich nie aus den Augen verlieren wollten und ihren Schwur mit ihrem Blut besiegelten. Ihre Träume von einem freien, wilden Leben und die Suche nach dem Sinn ihres Seins verband sie, das Leben aber trieb sie auseinander. Doch nie gingen sie sich ganz verloren – bis eine der vier Lebenslinien endete.

Marco Carini, geb. 1962, lebt in Hamburg und arbeitet als Redakteur der taz. Neben zahlreichen Sachbüchern und dem von ihm herausgegebenen und mitverfassten Kurzgeschichtenband Kurzgeschichtenband Holy Horror Christmas erschien 2010 sein Romandebüt No Limits.

 

Georg Diez liest aus Das andere Land (C. Bertelsmann)

Wie unsere Demokratie beschädigt wurde und was wir tun können, um sie zu reparieren
Datum:  Donnerstag, 17. Januar 2019
Zeit:      19.30 Uhr      
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus

Die Finanzkrise vor 2008 sieht Georg Diez als Ausgangspunkt für die Krise der Demokratie, die Radikalisierung von Brexit zu Trump zu AFD. Rassismus und Ressentiment wurden salonfähig. Doch Diez nimmt auch wahr, dass breite Teile der Bevölkerung positiver, offener und hilfsbereiter sind, als die Medien es darstellen. Das andere Land „ ist das nicht nur pessimistische Buch von Spiegel-Online-Kolumnist Georg Diez.“ (DR Kultur).

Georg Diez, geb. 1969, studierte Geschichte und Philosophie in München, Paris, Hamburg und Berlin. Er schrieb für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Heute ist er Autor beim Spiegel und Spiegel Online. Von 2016-2017 war er als Nieman Fellow an der Harvard University. Er hat über Berlin, die Beatles, die Rolling Stones, die Jahre 1980 und 1981 sowie Martin Luther publiziert. Mit seinem Buch Der Tod meiner Mutter war er zum ersten Mal unser Gast.

 

 

Daniela Dröscher liest aus Zeige deine Klasse (Hoffmann und Campe)
Die Geschichte meiner sozialen Herkunft

Datum:    Donnerstag, 24. Januar 2019
Zeit:        19.30 Uhr    
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:          Literaturhaus

Daniela Dröscher beschreibt die emotionalen Begleiterscheinungen ihres Milieuwechsels.
Den Sprung aus der bäuerlich-proletarischen Klasse hatten zwar schon ihre Eltern geschafft, sie selbst ist aber die Erste mit akademischer Ausbildung. Sie nennt den gesellschaftlichen Aufstieg „die Scham nach oben“, beschreibt die kulturellen Minderwertigkeitsgefühle, zwei Welten anzugehören und sich in beiden nicht recht heimisch zu fühlen.

Daniela Dröscher, geb. 1977, wuchs in Rheinland-Pfalz auf und lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London und promovierte im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zur Poetologie Yoko Tawadas. Von 2008-2010 studierte sie Szenisches Schreiben bei uniT Graz.

Jutta Heinrich liest Die Nacht des Dibbuk
Wovor wir uns fürchten müssen

Datum:  Sonntag, 27. Januar 2019
Zeit:       17.00 Uhr   
Eintritt:  
€ 5,-
Ort:        Literaturhaus

Dem Fremdenhass, dem zunehmenden Antisemitismus, der Verharmlosung bis Verleugnung der Rechtsentwicklung. Aus aktuellen Anlässen liest Jutta Heinrich ihren Beitrag aus der NDR/WDR-Sendereihe Gedanken zur Zeit (Leitung: Dr. Andreas Wang). Der Text entstand während eines Aufenthaltsstipendiums im Jüdischen Museum Rendsburg und nahm vorweg, was uns heute wieder bedroht. Geschult am eigenen Entsetzen drüber, wozu Menschen fähig sind, wird Sprache zum Widerstand..

Jutta Heinrich veröffentlichte Romane, Theatertexte, Kurzprosa, Essays und schrieb Beiträge für den Rundfunk, u.a. die Sendereihe Gedanken zur Zeit (NDR/WDR). Mehrfach wurde sie von Goethe-Instituten eingeladen und mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. 1999: Wahl in den P.E.N.  Seitdem  vermehrt Lehrtätigkeiten, u.a. Gastprofessur für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, Leiterin eines interkulturellen Theaterprojekts in Augsburg und Initiatorin des Schulschreib-Projekts  LIT. Junge Köpfe. 2017 wurde sie vom Senat für ihre künstlerischen und kulturellen Verdienste um Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet.