Veranstaltungen im Februar 2024

Hier finden Sie ein Verzeichnis unserer bisherigen Online - Lesungen auf Youtube:

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      © Christian Werner

 

Hamburger Lesefrühstück
Florian Werner liest aus Die Zunge  Ein Portrait (Hanser Berlin)

Datum:  Samstag, 24.2.2024
Zeit:       12.00 Uhr  (Buffet ab 11.00 Uhr)   Eintritt: € 25,- (Lesung + Frühstück)
Ort:        Literaturhotel Wedina, Gurlittstr. 23
Anmeldung nur bei uns. Fon 040.207 69 037 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de

Werners kluges, launig geschriebenes Portrait über die Zunge  ist die Kulturgeschichte eines unterschätzten Körperteils. Sie erlaubt Genüsse beim Essen oder erotischer Art und gilt daher immer als leicht vulgär und ist nicht gerade attraktiv.  Ihre Oberfläche erinnert an Krötenhaut und nass gewordenes Schmirgelpapier. Werner betrachtet tierische und menschliche Zungen im Wechsel und schließt an die Erkenntnisse der derzeit prominenten Sinnesgeschichte an, die die kulturelle Prägung des Körpers betont, ohne die biologischen Grundlagen zu verleugnen. „ Eine kluge und komische Hommage an das Organ der Sprache, des Schmeckens , der Lust“ (Mithu Sanyal).
Moderation: Alexander Häusser

Florian Werner, geb. 1971, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik in Tübingen, Berlin und Aberdeen und wurde mit einer Arbeit über HipHop und Apokalypse promoviert. Er schreibt erzählende Sachbücher und Prosa, lehrt als Gastdozent an verschiedenen Hochschulen und arbeitet für den Hörfunk. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Frau, der Philosophin und Autorin Svenja Flaßpöhler und zwei gemeinsamen Kindern in Berlin. Er veröffentlichte Erzählungen, Portraits, Musiktexte, 2021 Die Raststätte (Hanser Berlin) und  2022 Der Stuttgart Komplex. Streifzüge durch die deutsche Gegenwart (Klett-Cotta)

 

 

    © Jürgen Vollmer

Daniel Dubbe liest aus Jugendfreunde. Dieser Hauch von Freiheit (Günther Emigs Literatur-Betrieb)
 und aus Am Meer. Ägäische Tagebücher“  (MOLOKO PRINT)

Datum:  Dienstag, 27.2.2024
Zeit:       19.30  Uhr     Eintritt: € 8,-/6,-
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38

Jugendfreunde. Dieser Hauch von Freiheit ist der fünfte und letzte Teil der Hamburg-Saga (Jungfernstieg, Underground, Zwischenlandung, Salonfaschist). Diese Pentalogie umfaßt, zentriert um Hamburg, einen Erzählszeitraum von mehr als fünfzig Jahren, ist aber keineswegs weit ausgewalzt, sondern immer knapp und präzise. In diesem Buch geht es u.a. um das gewollte oder ungewollte Ende ehemals starker Freundschaften.  Ein Rezensent, Martin Willems, war bei der Lektüre Dubbes schlichtweg „vollkommen glücklich“, ein anderer, Henryk M. Broder, wunderte sich sehr darüber, dass dieser Autor bei uns nicht berühmter ist.  AM MEER ein Griechenland-Tagebuch auf zwei Inseln, Mytilini (=Lesbos) und Paros, immer spontan in Zustand natürlicher Wachheit notiert mit freundlicher Unterstützung durch griechische Kaffee (Greek coffee oder Frappé) und durch die aufmunternde Lektüre von Autoren wie Henry Miller (Der Koloss von Maroussi), Peter Handke (Die Stunde der wahren Empfindung), Annie Ernaux und Friedrich Nietzsche. Alles spontan geschrieben und zwar immer genau in dem Moment, wo ich dazu in der Lage war. Immer mit Blick auf die Ägäis und auf das weiße Papier vor mir. Die griechischen Götter sind immer noch am Leben, wenn du es willst.     

 

 

Veranstaltungen im März 2024  

 

    © Peter Köhn
Lyrik zur Teatime
Ferdinand Blume-Werry liest aus Der Dinge Stimmen Poetologische Gedichte (ERV)

Datum: Sonntag, 10.3.2024
Zeit:      17.00 Uhr (Einlass 16.00 Uhr)
Eintritt: € 15,-- (inkl. Tee + Gebäck)
Ort:       Literaturhotel Wedina, Gurlittstr. 23

Mit seinem aktuellen Gedichtband spricht Ferdinand Blume-Werry offen an, dass Texte stets in Beziehung zu anderen Texten stehen und verfolgt damit eine Poiesis der Veranderung, was „kein theoretisches Postulat, sondern existentielle Erfahrung des Dichters“ ist, wie es in einer Rezension heißt (Herbert Rauner in: Signum,2022). In einer bildreichen Sprache mit überraschenden Wendungen gelingt es immer wieder, noch unbekannte Ziele anzuvisieren. „Schreiben ist in der Tat Askese mit Blick auf die Auferstehung der Wörter“, heißt es in einer 2014 gefassten poetologischen These, die angesichts des Klimawandels politisch verstanden, zu Aufmerksamkeit und Verantwortung mahnt. Auch dazu rufen die Texte auf.

Ferdinand Blume-Werry, geboren 1956 in Sinn/Hessen, aufgewachsen in Mainz, lebt seit 1978 in Hamburg. Erste Veröffentlichungen einzelner Gedichte seit den frühen 1980er Jahren; der erste Gedichtband erschien 1992. Zu den wichtigsten Lyrik-Veröffentlichungen zählen Entwegtes Land (Elfenbein, Berlin 2001), Entropisches Tagebuch (ERV, Augsburg 2011) sowie Der Dinge Stimmen (ERV, Augsburg 2021). Er arbeitet als freier Autor (Lyrik, Essay, Kritik) sowie als Maler und Druckgraphiker (Radierung).

 

 

  © Dirk Schiff
Hamburger Lesefrühstück
Gunna Wendt liest aus "Die Freude meines Lebens" (RECLAM)
Geschichten von berühmten Müttern und Töchtern

Datum:  Samstag, 16.3.2024  
Zeit:      
12.00 Uhr  (Buffet ab 11.00 Uhr), (Einlass: 10.45 Uhr)   Eintritt: € 25,- (Lesung + Frühstück)
Ort:        Literaturhotel Wedina, Gurlittstr. 23
Anmeldung nur bei uns. Fon 040.207 69 037 oder Mailto: lit@lit-hamburg.de

Beste Freundin oder Konkurrentin? Vertraute oder Fremde? Töchter haben es nicht immer leicht mit ihren Müttern – und umgekehrt. Mutterliebe und Tochterliebe nehmen unterschiedliche Gestalt an und sind nicht gleich zu erkennen. Doch es lohnt sich, genau hinzuschauen und die Vielfalt der Gefühle auf sich wirken zu lassen. Gunna Wendt lässt uns an den Erkenntnissen ihrer intensiven Beschäftigung mit vielen   Mütter-Töchter-Beziehungen berühmter Frauen teilhaben. Zeitlich reicht das Spektrum vom Anfang des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Mit dabei sind u. a. Maria Theresia und Marie Antoinette, Maria Callas und ihre ehrgeizige Mutter Evangelia, das bunte Dreiergespann Eva-Maria, Nina und Cosma Shiva Hagen und die tragisch kurze Beziehung zwischen Romy Schneider und Sarah Biasini. Es gibt eine Erfahrung, die alle teilen:
Jede Frau ist eine Tochter.
Moderation: Patricia Paweletz

Gunna Wendt studierte Soziologie und Psychologie an der Universität Hannover und lebt seit 1981 als freie Schriftstellerin in München. Neben ihren Arbeiten für Theater und Rundfunk veröffentlichte sie Kurzgeschichten, Essays und zahlreiche literarische Biografien über Frauen, die sich selbst erfunden haben, darunter Paula Modersohn-Becker, Franziska zu Reventlow, Lou Andreas-Salomé, Liesl Karlstadt, Maria Callas, Maria Pawlowna, Erika Mann, Therese Giehse, Ita Wegman. 2022 erschienen ihre Geschichten von berühmten Schwestern unter dem Titel Waren wir doch Teile voneinander. 2017 wurde sie mit dem Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet.  Die Literaturwissenschaftlerin Ruth Klüger schreibt zu Gunna Wendts Buch über die Freundschaft von Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff: "Das eigentlich Neue und Fesselnde ist der weibliche Blick auf weibliches Leben und weiblichen Ehrgeiz."

 

 

 

  © Bettina Fürst-Fastré
Warum wir Geschichten brauchen
Lesung und Gespräch mit Liane Dirks

Datum:  Mittwoch, 20.3.2024
Zeit:       19.30 Uhr     Eintritt: € 8,-/6,-
Ort:        Literaturhaus, Schwanenwik 38, Westflügel, 2. Stock

Man is a story telling animal.
Wir Menschen sind Geschichtenerzähler. Im Rückblick begreifen, in der Vorausschau entwerfen wir uns; unser Leben selbst ist eine einzige Geschichte. Zwischen Anfang und Ende suchen wir nach dem roten Faden, stehen vor Höhe- und Wendepunkten, sind bemüht, unsere Erfahrungen in Erkenntnisse zu verwandeln. Leben kann man nicht messen, Leben lässt sich nur erzählen. Und tun wir dies gut, dann zeigt sich zwischen Schicksal und Freiheit jener geheime, poetische Raum, der uns wissen lässt, dass wir immer auch mehr sind als das, was wir uns mitteilen. Jede gute Erzählung birgt etwas Geheimnisvolles, einen Zauber, wie Thomas Mann es nannte.

Mit weit über 1000 Menschen hat die Schriftstellerin Liane Dirks bisher biografisch gearbeitet. Und dabei erlebt, wie erkenntnisreich und befreiend dies sein kann und von welch großer Bedeutung für einen vorurteilsfreien Austausch in unserer Gesellschaft.  Ihre Erkenntnisse mündeten in ihr jüngstes Buch Sein & Werden – Schätze und Chancen unserer Biografie neu erkennen (Kösel Verlag 2022). Liane Dirks hat bisher 24 Bücher veröffentlicht, ihre Romane trugen zu wichtigen gesellschaftlichen Debatten bei und wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Sie entwickelte den Ausbildungsgang zum Life Script®-Coach, an dem u.a. auch mehrere Autorinnen teilgenommen haben.
www.liane-dirks.de
 

 

Für alle Veranstaltungen gilt: Wir bitten um Anmeldung mit Angabe von Vor- und Zunamen per Email an: lit@lit-hamburg.de oder telefonisch unter Fon 040.227 92 03 

www.lit-hamburg.de
Kartentelefon  040-227 92 03  Mailto: lit@lit-hamburg.de