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Veranstaltungen im März

Alle Veranstaltungen im März und April sind zur Zeit wegen der Corona Krise abgesagt, werden aber sobald wie möglich nachgeholt.

 

  © Christian Buck
Anne Richter liest aus ihrem Roman Unvollkommenheit  (Frankfurter Verlagsanstalt)

Datum:  Mittwoch, 18.3.2020
Zeit:       19.30     
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Erzählt wird die Geschichte dreier in der DDR aufgewachsener Freunde. Kurz nach  der Wende trennen sich ihre Wege. Hanka geht auf Weltreise, Marc bleibt in Jena und Paul, ehemaliger Oppositioneller, zieht nach Hamburg. Als die beiden sich später wiedersehen, scheint es, als habe sich Paul gut in einem bürgerlichen Leben eingerichtet. Als er aber selbst an seinem etablierten Leben zu zweifeln beginnt, unternehmen alle Drei eine Reise nach Rumänien, die zu unüberbrückbaren Spannungen führt. „Drei Charaktere, zwei Gesellschaftssysteme, die Liebe als Irrgarten: ein betörender Roman über die Suche nach dem Absoluten in einer Zeit ohne Utopie.“ (Michael Wildenhain)

Anne Richter, geb. 1973, studierte Romanistik und Anglistik in Jena, Oxford und Bologna. Sie erhielt Stipendien des LCB Berlin, der Kunststiftung Baden-Württemberg und im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. 2011 wurde sie für den Ingeborg-Bachmann-Preis nominiert. 2012 erschien ihr Erzählband Kämpfen wie Männer, 2013 im Osburg Verlag ihr Roman Fremde Zeichen,  der 2019 in engl. Übersetzung bei Neem Tree Press London herauskam. Richter lebt in Heidelberg.
 

 

    © Michael Matthey
Herausragende Debüts
Amanda Lasker-Berlin liest aus ihrem Debüt „Elijas Lied“ (Frankfurter Verlagsanstalt)

Datum:  Dienstag, 24.3.2020
Zeit:       20.00 Uhr    
Eintritt:
€ 8,-/6,-
Ort:        Buchhandlung Christiansen, Bahrenfelder Straße 79, Ottensen
Kooperation Buchhandlung Christiansen/Literaturzentrum Hamburg

In ihrem ersten Roman zeichnet Amanda Lasker-Berlin das einfühlsame Porträt dreier sehr unterschiedlicher Schwestern und nähert sich auf erzählerisch souveräne und packende Art und Weise hochaktuellen gesellschaftlichen Themen. Elija, Noa und Loth machen sich auf die Suche nach dem, was sie noch verbinden kann. Vor Jahren entschieden sie sich für höchst unterschiedliche Wege. Elija ist die Älteste, sie wurde mit Trisomie geboren und arbeitet als Schauspielerin. Noa sucht ihren Weg als Sexualbegleiterin und Loth wird bei den Neuen Rechten aktiv. Auf einer Wanderung gleichen sie ihre konträren Perspektiven ab, scheitern bei dem Versuch, miteinander zu sprechen und den Zusammenhalt aus ihrer Kindheit wiederherzustellen. Amanda Lasker-Berlin beherrscht die Kunst der Verdichtung, das Spurenlegen, das Erzeugen von stärker werdenden Schwingungen bis hin zum Paukenschlag.

Amanda Lasker-Berlin, geb. 1994 in Essen, inszenierte sie schon mit 18 Jahren ihr erstes Theaterstück. Nach einem Studium der freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar studiert sie aktuell Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Für ihre Dramen und Kurzprosa erhielt sie bereits mehrere Auszeichnungen. Elijas Lied ist nominiert für den Debütpreis der Lit.Cologne 2020.
 

 

  © privat
Norwegerstrasse

Datum:  Sonntag, 29.3.2020
Zeit:       17 Uhr     
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus

Archaisch, wild, romantisch, ein Sehnsuchtsort, eine Projektionsfläche für Träume und Abenteuerfantasien: NORWEGEN . Mehrere Wochen lang bereisten Alexander Häusser und sein Schriftstellerkollege Jørgen Norheim das Land, um seinem Mythos in der Historie und Gegenwart auf die Spur zu kommen. Ihr Projekt: der literarische Reisebericht "Norwegerstraße" (Samlaget Verlag/Oslo). Für Alexander Häusser wird die Reise auch zu einer sehr persönlichen Spurensuche. Sein früh verstorbener Vater war als junger Soldat in Norwegen stationiert gewesen - als schönste Zeit in seinem Leben, hatte er die Jahre bezeichnet und immer den Wunsch gehabt, einmal dorthin zurückzukehren. Alexander Häusser berichtet von seiner Reise und erinnert mit historischen Filmdokumenten an die deutsche Okkupation Norwegens, die sich am 9. April zum 80. Mal jährt. 

Alexander Häusser, geb. 1960 in Reutlingen, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Hamburger Literaturförderpreis. Sein Roman  Zeppelin wurde verfilmt und lief bundesweit in den Kinos. Zuletzt erschien Noch alle Zeit im Pendragon Verlag.
 

 

April 2020

 

    © Susanne Wittek

Ernst Cassirers Leistungen für die Philosophie und Demokratie
Gespräch und Lesung zu seinem 75. Todestag

Datum: Sonntag, 5.4.2020
Zeit:      17.00 Uhr   Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus
Datum: Sonntag, 5.4.2020
In Kooperation mit der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung

Cassirer-Biographin Susanne Wittek und Birgit Recki, Professorin für Philosophie und Herausgeberin der Hamburger Ausgabe von Ernst Cassirers Werken, stellen Leben und Arbeit des Philosophen Ernst Cassirer (1874-1945) vor, eines bedeutenden Wissenschaftlers der Universität Hamburg. Ernst Cassirer wurde 1919 – 13 Jahre nach seiner Habilitation – auf den Lehrstuhl für Philosophie an der gerade gegründeten Hamburgischen Universität berufen. Er war der erste und einzige Rektor jüdischen Glaubens an einer deutschen Hochschule zur Zeit der Weimarer Republik. Gleich nach dem Machtantritt der NSDAP im März 1933 ging er ins Exil. Er starb im April 1945 in den USA.

Susanne Wittek ist Autorin, Übersetzerin und Moderatorin. 2017 erhielt sie den deutsch-französischen Journalistenpreis für ihren Dokumentarfilm Stille Retter. Überleben im besetzten Frankreich (ARTE/NDR, mit Christian Frey). Sie veröffentlichte u.a. Absprung über Niemandsland. Hamburger Exilbiografien im 20. Jahrhundert. Ihre Biografie So muss ich fortan das Band als geköst ansehen – Ernst Cassirers Hamburger Jahre 1919 – 1933 ist im Wallstein Verlag erschienen.

Prof. Dr. Birgit Recki hat eine Professur  für Praktische Philosophie, Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie an der Universität Hamburg.
 
 

 

 
Die Kinder am Strand
Deutsch-Türkische  Lesung und Gespräch zwischen Johannes von Dohnanyi
und Bariş İnce über das Ankommen in der Fremde

Datum:  Donnerstag, 16.4.2020  
Zeit:       19.00 Uhr    Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:        Literaturhaus
In Kooperation mit der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte

In seinem Buch für Kinder nimmt uns der bekannte türkische Autor Bariş İnce mit in  ein verschlafenes Küstendorf, an dessen Strand Fremde auftauchen. Traditionelle Familienrollen werden auf einmal in Frage gestellt. Vorurteile gegen die ungebetenen „Gäste“ entstehen – und werden überwunden. Es werden die Kinder sein, die Schritt für Schritt den Wert der Solidarität und echter Freundschaft entdecken. Für „Sarsinti“ (Erdbeben) wurde İnce mit dem Melih Cevdet Anday Preis ausgezeichnet.

Moderation: Johannes von Dohnanyi, Journalist und Autor
Elif Amberg
dolmetscht Türkisch/Deutsch

Bariş İnce, geb. 1982, Journalist und Schriftsteller,  ist in der Türkei sehr bekannt. Er veröffentlichte u.a. Celiski (auf deutsch Widerspruch) und Sarsitini (Erschütterung) und ist zurzeit Stipendiat  der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte. Er war lange Chefredakteur der linken Zeitung  Birgün, seit diese Position abgeschafft ist fungiert er als Redaktionsberater und schreibt Kolumnen. Nun lebt er für sechs Monate in Hamburg und hat hier ein Kinderbuch geschrieben. 

 

 

    © Heidrun Melinski
Vortrag über „Fremdheiten und Freundschaften“  (transcript Verlag)
Jutta Heinrichs mobiler salon wechselt zwischen privaten und öffentlichen Orten.

Datum: Sonntag, 19.4.2020
Zeit:      17.00 Uhr  Eintritt: € 8,-/6.-
Ort:       Literaturhaus

Diesmal zu Gast:   
Prof. Dr. Christina Thürmer-Rohr mit Fremdheiten und Freundschaften (Essays).Ihre Fragen kreisen um die gegenwärtige politische Düsternis und die Herausforderungen des Zusammenlebens. In Thürmer-Rohrs Texten geht es um Pluralität, Dialog, Außenseitertum, Feminismus und Hannah Arendts politisches Denken.

Christina Thürmer-Rohr, Berlin, lehrte an der TU Berlin mit dem Schwerpunkt Feministische Theorie/Menschenrechte und  war Gastprofessorin an der Universität Fribourg (zur Politischen Theorie von Hannah Arendt) sowie an der Universität Salzburg  (zur Genderforschung). Sie gehört zu den einflussreichen feministischen Denkerinnen und hat mit ihren Analysen zur Komplizenschaft von Frauen an patriarchalen Verhältnissen maßgeblich die Debatten mitgeprägt. 2003 gründete sie zusammen mit Laura Gallati das forum akazie3 – Übungen im politischen und musikalischen Denken -
 

 

 

  © Roger von Heereman
Boualem Sansal liest aus „Der Zug nach Erlingen oder die Verwandlung Gottes“ (Merlin Verlag)

Datum:  Donnerstag, 23.4.2020 
Zeit:       19.00 Uhr     Eintritt: € 5,-
Ort:        Institut Francais, Heimhuder Str. 55
Kooperation mit dem Institut Français, dem Merlin Verlag und der Europa-Union

Sansals neuer Roman handelt von zwei sehr unterschiedlichen Frauen, die sich gegen den Verfall der Demokratie und den religiösen Extremismus wehren: Ute von Ebert lebt in Erlingen und ist Erbin eines Industriekonzerns, Elisabeth Poitier eine ehemalige französische Geschichts- und Geografielehrerin in der Pariser Banlieue.  Nach ihrem Tod begibt sich ihre Tochter Lea auf die Suche nach dem geheimnisvollen Band zwischen ihrer Mutter und der Deutschen. Boualem Sansal benennt ungeschönt und offen die virulenten Themen unserer Zeit und fordert uns immer wieder dazu auf, sich den Herausforderungen der Gegenwart zu stellen. 

Als Boualem Sansal 1999 im Alter von 50 Jahren mit Der Schwur der Barbaren seinen ersten Roman vorlegte, war die französische Literaturszene begeistert: Er spielt auf so einzigartige Weise mit der franz. Sprache, dass man ihn als Spracherneuerer feierte und mit zahlreichen bedeutenden Literaturpreisen auszeichnete (u.a. dem Prix du Premier Roman). Für Das Dorf des Deutschen wurde er 2011 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Moderation:  Julie Müller    Svenja Huckle dolmetscht
Deutscher Text: Patricia Paweletz

www.facebook.com/LiteraturzentrumHamburg
www.lit-hamburg.de
Kartentelefon  040-227 92 03  Mailto: lit@lit-hamburg.de