Unser Programm im Januar

  © privat
Marco Carini liest aus Blutsgeschwister (Konkret Literatur Verlag)

Datum:   Donnerstag, 10. Januar 2019
Zeit:       19.30 Uhr   
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:         Literaturhaus
Marco Carini erzählt von vier Freunden, die sich nie aus den Augen verlieren wollten und ihren Schwur mit ihrem Blut besiegelten. Ihre Träume von einem freien, wilden Leben und die Suche nach dem Sinn ihres Seins verband sie, das Leben aber trieb sie auseinander. Doch nie gingen sie sich ganz verloren – bis eine der vier Lebenslinien endete.

Marco Carini, geb. 1962, lebt in Hamburg und arbeitet als Redakteur der taz. Neben zahlreichen Sachbüchern und dem von ihm herausgegebenen und mitverfassten Kurzgeschichtenband Kurzgeschichtenband Holy Horror Christmas erschien 2010 sein Romandebüt No Limits.

 

 

 

    © C.Bertelsmann
Georg Diez liest aus Das andere Land (C. Bertelsmann)

Wie unsere Demokratie beschädigt wurde und was wir tun können, um sie zu reparieren
Datum:  Donnerstag, 17. Januar 2019
Zeit:      19.30 Uhr      
Eintritt:  € 7,-/5,-
Ort:       Literaturhaus

Die Finanzkrise vor 2008 sieht Georg Diez als Ausgangspunkt für die Krise der Demokratie, die Radikalisierung von Brexit zu Trump zu AFD. Rassismus und Ressentiment wurden salonfähig. Doch Diez nimmt auch wahr, dass breite Teile der Bevölkerung positiver, offener und hilfsbereiter sind, als die Medien es darstellen. Das andere Land „ ist das nicht nur pessimistische Buch von Spiegel-Online-Kolumnist Georg Diez.“ (DR Kultur).

Georg Diez, geb. 1969, studierte Geschichte und Philosophie in München, Paris, Hamburg und Berlin. Er schrieb für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. Heute ist er Autor beim Spiegel und Spiegel Online. Von 2016-2017 war er als Nieman Fellow an der Harvard University. Er hat über Berlin, die Beatles, die Rolling Stones, die Jahre 1980 und 1981 sowie Martin Luther publiziert. Mit seinem Buch Der Tod meiner Mutter war er zum ersten Mal unser Gast.

 

 

 

    © Stefka Ammon
Daniela Dröscher liest aus Zeige deine Klasse (Hoffmann und Campe)
Die Geschichte meiner sozialen Herkunft

Datum:    Donnerstag, 24. Januar 2019
Zeit:        19.30 Uhr    
Eintritt: € 7,-/5,-
Ort:          Literaturhaus

Daniela Dröscher beschreibt die emotionalen Begleiterscheinungen ihres Milieuwechsels.
Den Sprung aus der bäuerlich-proletarischen Klasse hatten zwar schon ihre Eltern geschafft, sie selbst ist aber die Erste mit akademischer Ausbildung. Sie nennt den gesellschaftlichen Aufstieg „die Scham nach oben“, beschreibt die kulturellen Minderwertigkeitsgefühle, zwei Welten anzugehören und sich in beiden nicht recht heimisch zu fühlen.

Daniela Dröscher, geb. 1977, wuchs in Rheinland-Pfalz auf und lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und London und promovierte im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam mit einer Arbeit zur Poetologie Yoko Tawadas. Von 2008-2010 studierte sie Szenisches Schreiben bei uniT Graz.

 

 

  Foto: Stephan Gabriel 
Jutta Heinrich liest Die Nacht des Dibbuk
Wovor wir uns fürchten müssen

Datum:  Sonntag, 27. Januar 2019
Zeit:       17.00 Uhr   
Eintritt:  
€ 5,-
Ort:        Literaturhaus

Dem Fremdenhass, dem zunehmenden Antisemitismus, der Verharmlosung bis Verleugnung der Rechtsentwicklung. Aus aktuellen Anlässen liest Jutta Heinrich ihren Beitrag aus der NDR/WDR-Sendereihe Gedanken zur Zeit (Leitung: Dr. Andreas Wang). Der Text entstand während eines Aufenthaltsstipendiums im Jüdischen Museum Rendsburg und nahm vorweg, was uns heute wieder bedroht. Geschult am eigenen Entsetzen drüber, wozu Menschen fähig sind, wird Sprache zum Widerstand..

Jutta Heinrich veröffentlichte Romane, Theatertexte, Kurzprosa, Essays und schrieb Beiträge für den Rundfunk, u.a. die Sendereihe Gedanken zur Zeit (NDR/WDR). Mehrfach wurde sie von Goethe-Instituten eingeladen und mit zahlreichen Stipendien und Preisen ausgezeichnet. 1999: Wahl in den P.E.N.  Seitdem  vermehrt Lehrtätigkeiten, u.a. Gastprofessur für Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin, Leiterin eines interkulturellen Theaterprojekts in Augsburg und Initiatorin des Schulschreib-Projekts  LIT. Junge Köpfe. 2017 wurde sie vom Senat für ihre künstlerischen und kulturellen Verdienste um Hamburg mit der Senator-Biermann-Ratjen-Medaille ausgezeichnet.